Eine Immobilie auf Mauritius kann weit mehr sein als ein Ferienhaus. Für internationale Käufer verbinden sich hier Sachwert, Eigennutzung, Vermietung, Lebensqualität und unter bestimmten Voraussetzungen sogar ein Aufenthaltsrecht. Doch gerade 2026 ist entscheidend, zwischen frei klingenden Verkaufsversprechen und den tatsächlich zulässigen Erwerbsmodellen für Nicht-Staatsbürger zu unterscheiden.
Mauritius hat einen vergleichsweise klar regulierten Immobilienmarkt für internationale Käufer. Die Insel verbindet einen etablierten Premium-Wohnungsmarkt mit hoher internationaler Nachfrage, einem starken Tourismussektor und speziellen Immobilienmodellen für Nicht-Staatsbürger.
Villen und Apartments können als Haupt- oder Zweitwohnsitz, Ruhestandsimmobilie oder langfristiger Lebensmittelpunkt interessant sein.
Qualitativ hochwertige Objekte in gefragten Regionen können für Langzeit- oder Ferienvermietung interessant sein.
Bestimmte qualifizierende Immobilien können bei ausreichendem Kaufwert mit einem Residence Permit verbunden sein.
Die zentrale Schwelle für viele internationale Immobilienkäufer beträgt weiterhin 375.000 USD. Allerdings reicht der Preis allein nicht. Das Objekt muss zugleich über einen Erwerbsweg gekauft werden, der für Nicht-Staatsbürger und für das betreffende Residence-Modell zugelassen ist.
Bei qualifizierenden Immobilien unter den entsprechenden Mauritius-Schemes kann ein Nicht-Staatsbürger bei einem Kaufpreis von mindestens beziehungsweise oberhalb der vorgesehenen 375.000 USD für ein Residence Permit infrage kommen.
Bei PDS-Immobilien nennt die Economic Development Board diese Schwelle ausdrücklich. Auch bestimmte Apartments in Gebäuden mit mindestens zwei Etagen über dem Erdgeschoss können bei Erfüllung der Voraussetzungen einen entsprechenden Residence-Weg ermöglichen.
Der Immobilienerwerb durch Nicht-Staatsbürger ist auf Mauritius gesetzlich reguliert. Internationale Käufer können daher nicht einfach jede beliebige lokale Immobilie oder jedes Grundstück erwerben.
Zu den bekannten und relevanten Strukturen gehören insbesondere PDS, IRS, RES, bestimmte Smart-City-Immobilien sowie qualifizierende G+2-Apartments.
Teilweise existieren ältere Projekte noch unter früheren Schemes wie IRS oder RES, obwohl neue Entwicklungen heute überwiegend unter anderen Regelwerken strukturiert werden.
| Modell | Typische Immobilie | Für Nicht-Staatsbürger | Residence relevant? |
|---|---|---|---|
| PDS | hochwertige Villen und Wohnprojekte | ja, bei zugelassenen Projekten | ja, bei Erfüllung der Voraussetzungen |
| IRS / RES | bestehende Premium- und Resortprojekte | ja | bei qualifizierendem Erwerb |
| Smart City | Wohnungen, Häuser und Mixed-Use-Projekte | bei genehmigten Projekten | je nach Erwerb und Objekt |
| G+2 Apartment | Apartment in qualifizierendem Mehrgeschossgebäude | unter gesetzlichen Voraussetzungen | ab erforderlichem Kaufwert möglich |
| Beliebige lokale Immobilie | Haus, Wohnung oder Grundstück außerhalb zulässiger Struktur | nicht automatisch | nein, nicht allein aufgrund des Kaufs |
Apartments sind besonders für Käufer interessant, die einen geringeren Verwaltungsaufwand, gute Vermietbarkeit und eine flexible Kombination aus Eigennutzung und Investment suchen.
Auch Apartments können relevant sein. Bei bestimmten G+2-Konstellationen ist ein Residence Permit möglich, wenn der vorgeschriebene Mindestwert und die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden.
Das internationale Immobiliengeschäft auf Mauritius ist stark vom gehobenen Segment geprägt. Villen mit Pool, Garten, Resort-Services oder Nähe zum Meer richten sich besonders an vermögende Eigennutzer, Ruheständler und Investoren.
Hochwertige Villen eignen sich für Käufer, die Mauritius als dauerhaften oder wiederkehrenden Lebensmittelpunkt nutzen möchten.
Gute Lagen und professionelle Bewirtschaftung können eine hochwertige Villa auch als Vermietungsobjekt interessant machen.
Ältere Mauritius-Texte arbeiten häufig noch mit 500.000 USD als zentraler Schwelle. Für das Residence Permit über qualifizierende Immobilien ist heute jedoch die 375.000-USD-Schwelle wesentlich relevanter.
Gleichzeitig sollte die 2023 eingeführte Sondermöglichkeit zum Erwerb bestimmter Immobilien ab 500.000 USD außerhalb der klassischen Schemes nicht mehr als dauerhafte Standardstrategie behandelt werden. Ihre Einstellung wurde im Budget 2025/26 angekündigt.
Wer ältere Mauritius-Kalkulationen verwendet, kann die Kaufnebenkosten erheblich unterschätzen. Seit den Änderungen im Rahmen des Budgets 2025/26 beträgt die Registration Duty für Nicht-Staatsbürger bei entsprechenden Immobilienerwerben 10 %.
Damit gehört die Nebenkostenrechnung zwingend in jede ernsthafte Rendite- oder Lifestyle-Kalkulation.
Auch die Zahlungsabwicklung wurde verändert. Seit Dezember 2024 gelten für den Erwerb von Immobilien unter IRS, RES, IHS, PDS und Smart City besondere Währungsregeln.
Der mauritische Immobilienmarkt ist kein einheitlicher Markt. Lage, Zielgruppe und Nutzungskonzept beeinflussen Vermietbarkeit, Preisniveau und Wiederverkaufschancen erheblich.
Starke internationale Nachfrage, gute Infrastruktur, Restaurants, Marinas und ausgeprägter Expat-Markt.
Beliebt bei Expats und Langzeitbewohnern. Interessant für Käufer, die Alltag, Natur und Küstennähe verbinden möchten.
Starker Ferien- und Wohnungsmarkt mit breiter Nachfrage und guter touristischer Infrastruktur.
Eine Immobilie für Ferienvermietung muss anders bewertet werden als eine Ruhestandsvilla oder ein langfristiges Expat-Apartment. Deshalb ist „Welche Region ist die beste?“ ohne Nutzungsziel die falsche Frage.
Bei Apartments und Villen in touristischen Lagen wird häufig mit attraktiven Mietrenditen geworben. Eine belastbare Investmentrechnung muss jedoch weit über die mögliche Tages- oder Wochenmiete hinausgehen.
Für viele internationale Käufer ist die Mauritius-Immobilie kein klassisches Renditeobjekt im engeren Sinne. Sie verbindet mehrere Ziele: Kapitalanlage, mögliche Vermietung, zukünftige Eigennutzung und Aufenthaltsoption.
Ein hochwertiges Objekt kann Bestandteil einer international diversifizierten Vermögensstruktur sein.
Die Immobilie kann zunächst vermietet und später selbst als Wohn- oder Ruhestandsimmobilie genutzt werden.
Nicht zuerst die Villa verlieben und danach prüfen, ob die Struktur funktioniert. Bei einem internationalen Immobilienkauf sollte die Reihenfolge genau umgekehrt sein: Recht, Permit, Finanzierung und Wirtschaftlichkeit prüfen – erst danach kaufen.
Ein property-linked Residence Permit berechtigt zum Aufenthalt, beantwortet aber nicht automatisch alle steuerlichen Fragen.
Ob eine Person steuerlich auf Mauritius ansässig wird, hängt von den dafür geltenden steuerlichen Kriterien und der persönlichen Situation ab. Immobilienkauf, Residence Permit und Steuerplanung sollten deshalb getrennt geprüft, aber gemeinsam geplant werden.
Mauritius bietet internationalen Käufern auch 2026 interessante Möglichkeiten: vom Apartment über die hochwertige Villa bis zur Immobilie, die mit einem Residence Permit verbunden werden kann.
Entscheidend ist jedoch nicht allein der Kaufpreis. Scheme, Projektzulassung, Standort, Nebenkosten, Nutzungsmodell, Residence-Strategie und Due Diligence bestimmen, ob aus einer schönen Immobilie tatsächlich ein gutes Investment wird.
Auf Mauritius investieren und lebenHinweis: Immobilien-, Steuer- und Aufenthaltsregeln können geändert werden. Vor einem konkreten Kauf sollten die zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden offiziellen Voraussetzungen sowie rechtliche und steuerliche Auswirkungen geprüft werden.