Wer unter Alkoholeinfluss am Steuer erwischt wird, steht oft vor einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Besonders wichtig: die genauen Alkoholgrenzwerte, die Konsequenzen bei Wiederholungsdelikten und die Regeln für Abstinenznachweise.
In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zu:
1,6-Promille-Regel
Grenzwert 1,1 Promille bei Wiederholungsdelikten in Berlin
Mehrfachüberschreitungen von 0,5 Promille
Abstinenzregeln und Vorbereitung
MPU-relevante Dokumentation
Die 1,6-Promille-Grenze gilt als „absolute Trunkenheitsfahrt“ in Deutschland:
Ab diesem Wert wird die Fahruntüchtigkeit automatisch angenommen
Die MPU wird in der Regel angeordnet
Ziel: Feststellen der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen
Wichtig: Auch bei einmaligen Überschreitungen ist eine MPU möglich, insbesondere wenn Auffälligkeiten im Straßenverkehr dokumentiert wurden.
In Berlin (und bundesweit vergleichbare Regelungen) gilt:
Bei Wiederholungsfahrten über 1,1 Promille wird schneller eine MPU angeordnet
Einzelne Fälle: 1,1 Promille können bereits ausreichen, MPU anzuordnen, wenn wiederholt Verkehrsverstöße vorliegen
Der Einzelfall wird genau geprüft: Alter, Fahrtanlass, Alkoholhistorie
Die 0,5-Promille-Grenze ist die Standardgrenze für „Fahruntüchtigkeit unter Alkoholeinfluss“ im Straßenverkehr:
1x über 0,5 Promille: meist Verwarnung oder Bußgeld, MPU kann angeordnet werden
2x über 0,5 Promille: häufig MPU-Anordnung, da ein Muster erkennbar ist
Ziel der MPU: Nachweis von Einsicht und Abstinenzbereitschaft
Hinweis: Auch niedrige Werte können zur MPU führen, wenn Wiederholungsmuster erkennbar ist.
Um die MPU erfolgreich zu bestehen, ist die Einhaltung von Abstinenzregeln entscheidend:
Dauer: meist 3–6 Monate ohne Alkohol, je nach Einzelfall
Dokumentation: ärztliche Abstinenzbescheinigungen oder Laboruntersuchungen
Regelmäßige Tests: freiwillige Kontrollen erhöhen die Glaubwürdigkeit
Kontrolliertes Trinken: in manchen Fällen akzeptiert, bei MPU aber riskant
Volle Abstinenz: sicherer Weg, die MPU positiv zu bestehen
Wichtig: Jede Rückkehr zum Konsum muss offen kommuniziert und dokumentiert werden
Einzelfallprüfung: Alter, Fahrtanlass, vorherige Delikte
Psychologisches Gespräch: Motivation, Einsicht, Veränderungsbereitschaft
Verhaltensnachweise: Schulungen, Therapie, Selbstkontrolle
Praktischer Tipp: Je mehr Dokumentation über Abstinenz und Veränderungsbereitschaft, desto besser die Chancen bei der MPU.
Grenzwerte kennen: 1,6 / 1,1 / 0,5 Promille
Abstinenz nachweisen: 3–6 Monate, Dokumentation
Rückfallprävention und Kontrolle: freiwillige Tests, Verhaltenstraining
Professionelle MPU-Beratung hilft, Fehler zu vermeiden und den Führerschein zurückzuerlangen
➡️ Professionelle Hilfe: MPU-Beratung Mehler
1,6 Promille = absolute Trunkenheitsfahrt, MPU wahrscheinlich
1,1 Promille bei Wiederholung = schneller MPU-Anordnung
2x über 0,5 Promille = Muster erkannt, MPU wahrscheinlich
Abstinenznachweise entscheidend für Erfolg
Kontrolliertes Trinken riskant, volle Abstinenz empfohlen