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18.03.2026 12:31

MPU & Alkohol – Grenzwerte, 1,6-Regel, 0,5-Promille-Wiederholungen und Abstinenz


Wer unter Alkoholeinfluss am Steuer erwischt wird, steht oft vor einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Besonders wichtig: die genauen Alkoholgrenzwerte, die Konsequenzen bei Wiederholungsdelikten und die Regeln für Abstinenznachweise.

In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zu:

  • 1,6-Promille-Regel

  • Grenzwert 1,1 Promille bei Wiederholungsdelikten in Berlin

  • Mehrfachüberschreitungen von 0,5 Promille

  • Abstinenzregeln und Vorbereitung

  • MPU-relevante Dokumentation


1. Die 1,6-Promille-Regel

Die 1,6-Promille-Grenze gilt als „absolute Trunkenheitsfahrt“ in Deutschland:

  • Ab diesem Wert wird die Fahruntüchtigkeit automatisch angenommen

  • Die MPU wird in der Regel angeordnet

  • Ziel: Feststellen der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen

Wichtig: Auch bei einmaligen Überschreitungen ist eine MPU möglich, insbesondere wenn Auffälligkeiten im Straßenverkehr dokumentiert wurden.


2. Grenzwert 1,1 Promille bei Wiederholungsdelikten (Berlin)

In Berlin (und bundesweit vergleichbare Regelungen) gilt:

  • Bei Wiederholungsfahrten über 1,1 Promille wird schneller eine MPU angeordnet

  • Einzelne Fälle: 1,1 Promille können bereits ausreichen, MPU anzuordnen, wenn wiederholt Verkehrsverstöße vorliegen

  • Der Einzelfall wird genau geprüft: Alter, Fahrtanlass, Alkoholhistorie


3. Wiederholungen über 0,5 Promille

Die 0,5-Promille-Grenze ist die Standardgrenze für „Fahruntüchtigkeit unter Alkoholeinfluss“ im Straßenverkehr:

  • 1x über 0,5 Promille: meist Verwarnung oder Bußgeld, MPU kann angeordnet werden

  • 2x über 0,5 Promille: häufig MPU-Anordnung, da ein Muster erkennbar ist

  • Ziel der MPU: Nachweis von Einsicht und Abstinenzbereitschaft

Hinweis: Auch niedrige Werte können zur MPU führen, wenn Wiederholungsmuster erkennbar ist.


4. MPU-relevante Abstinenzregeln

Um die MPU erfolgreich zu bestehen, ist die Einhaltung von Abstinenzregeln entscheidend:

  • Dauer: meist 3–6 Monate ohne Alkohol, je nach Einzelfall

  • Dokumentation: ärztliche Abstinenzbescheinigungen oder Laboruntersuchungen

  • Regelmäßige Tests: freiwillige Kontrollen erhöhen die Glaubwürdigkeit


5. Kontrolliertes Trinken vs. Abstinenz

  • Kontrolliertes Trinken: in manchen Fällen akzeptiert, bei MPU aber riskant

  • Volle Abstinenz: sicherer Weg, die MPU positiv zu bestehen

  • Wichtig: Jede Rückkehr zum Konsum muss offen kommuniziert und dokumentiert werden


6. Weitere MPU-Aspekte

  • Einzelfallprüfung: Alter, Fahrtanlass, vorherige Delikte

  • Psychologisches Gespräch: Motivation, Einsicht, Veränderungsbereitschaft

  • Verhaltensnachweise: Schulungen, Therapie, Selbstkontrolle

Praktischer Tipp: Je mehr Dokumentation über Abstinenz und Veränderungsbereitschaft, desto besser die Chancen bei der MPU.


7. Fazit – MPU & Alkohol richtig vorbereiten

  • Grenzwerte kennen: 1,6 / 1,1 / 0,5 Promille

  • Abstinenz nachweisen: 3–6 Monate, Dokumentation

  • Rückfallprävention und Kontrolle: freiwillige Tests, Verhaltenstraining

  • Professionelle MPU-Beratung hilft, Fehler zu vermeiden und den Führerschein zurückzuerlangen

➡️ Professionelle Hilfe: MPU-Beratung Mehler


💡 Kurz & knapp

  • 1,6 Promille = absolute Trunkenheitsfahrt, MPU wahrscheinlich

  • 1,1 Promille bei Wiederholung = schneller MPU-Anordnung

  • 2x über 0,5 Promille = Muster erkannt, MPU wahrscheinlich

  • Abstinenznachweise entscheidend für Erfolg

  • Kontrolliertes Trinken riskant, volle Abstinenz empfohlen